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Energiepolitik: In kleinen Schritten zurück auf den Boden der Tatsachen

Der Schweiz am Wochenende entnimmt man, dass die Axpo sich um ein weiteres vom Bund ausgeschriebenes Gas-Reservekraftwerk in Muttenz bewirbt. Während man beim Bau des Notkraftwerkes von Birr 2022 noch auf den Ukrainekrieg und ein mögliche europäische Gasmangellage verwies, kann dieses Argument für eine Anlage, die im Jahr 2026 fertiggestellt sein soll, kaum noch herhalten. Weiter gilt es anzumerken, dass der Gesamtstromverbrauch der Schweiz gemäss Bundesamt für Statistik in den letzten 10 Jahren nicht angestiegen ist. Warum also muss die Schweiz im Eiltempo Notkraftwerke, mit tiefem Wirkungsgrad und hohem CO2-Ausstoss bauen? Die Antwort ist ganz einfach: Die neu zugebauten Flatterkapazitäten, insbesondere aus Solar, liefern den Strom zumeist dann, wenn er nicht gebrauch wird. Unter dem Tag und am wenigsten in den Monaten Februar und März, dann wenn die Stauseen an der unteren Grenze ankommen. Die logische Konsequenz ist, dass für jede installierte Kilowattstunde Photovoltaik-Energie, die gleiche Menge an Kapazität in einem Notkraftwerk bereitgehalten werden muss, um zur Not das Netz stabilisieren zu können. Effizient ist das nicht und ressourcenschonend schon gar nicht. Mit einem gewissen Aufatmen vernimmt man dem zweiten Teil des Artikels darum, dass die Axpo, genauso wie Energieminister Rösti, offen für eine Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerkes Beznau sind. Die Realität holt die Energiestrategie ein.





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